Praxis Hamann
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Angstpatienten
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Liebe Patienten

In Deutschland verspüren laut Umfragen 70 % der Bevölkerung Unbehagen vor einem Zahnarztbesuch, 20% davon sind hochängstlich und 5% meiden den Zahnarztbesuch ganz.
Diese 5% leiden unter der so genannten Zahnbehandlungsphobie, die also Millionen Menschen betrifft.

Die Ängste sind dabei sehr vielfältigen Ursprungs, wobei „die Ungewissheit vor dem was beim Zahnarzt passieren wird“ und das durchlebte Trauma in der Kindheit bei einem Zahnarztbesuch am Häufigsten genannt werden.

Die sich daraus entwickelten Ängste betreffen alle evt. schmerzhaften ,invasiven  Eingriffe, also vor allem den Bohrer, eine Wurzelkanalbehandlung, das „Ziehen“ eines Zahnes, aber auch die Spritze zur Schmerzausschaltung.

Diese Patienten  erleben ihre Ängste bei einem Zahnarztbesuch nicht nur psychisch sondern auch körperlich:
Die Symptome reichen dabei von Schwindel, Übelkeit und Schweißausbrüchen bis zu Herzrasen und Kreislaufkollaps.

Wie unterscheidet sich nun ein Angstpatient von einem Phobiepatienten?

Hier ein kleines Beispiel um den Unterschied zu verdeutlichen:
Ein Mann fährt zum Flughafen, checkt ein, sitzt im Flugzeug und fliegt los. Nach einer Weile sieht er Rauch am Triebwerk, dann Flammen und hört die Durchsage des Kapitäns, dass wegen technischer Probleme zwischengelandet wird. Der Mann hat Schweißausbrüche, Herzrasen, nasse Hände, also Furcht, und zwar berechtigte Furcht.

Ein anderer Mann fährt zum Flughafen, checkt ein und fliegt los. Während des Fluges stellt er sich das Triebwerk voll Rauch und Flammen vor und bekommt nasse Hände, Schweißausbrüche und Herzrasen. Dieser Mann hat Angst.

Wieder ein anderer Mann welcher im Taxi zum Flughafen sitzt und sich nun die Situation im Flugzeug mit dem brennenden Triebwerk vorstellt. Auch er bekommt nasse Hände, Schweißausbrüche und Herzrasen woraufhin er zurück nach Hause fährt und die geplante Reise ausfallen lässt. Dieser Mann hat eine Phobie.

Folgen

Die Betroffenen meiden meist jeglichen ZA-Besuch und leben/leiden mit den Folgen:

  • Kariöse ,verfärbte Zähne mit teilweise großen Defekten
  • Zahnfleischerkrankungen und Mundgeruch
  • Schmerzen, dadurch vermehrte Einnahme von Schmerzmitteln
  • Scham, u.v.m.
  • Häufig resultieren eine starke Einschränkung der Lebensqualität und die soziale Isolation der Betroffenen.
Vollnarkose

Oft wird von diesen Patienten eine Behandlung unter Vollnarkose erwünscht.
Problematisch wird diese Entscheidung vor allem bei Patienten die nicht vollständig in einer Sitzung unter Vollnarkose saniert werden können oder unter chronischen Erkrankungen leiden. Auch sollte man die Risiken und Nebenwirkungen nicht außer Acht lassen.

Was die Vollnarkose aber auf  keinen Fall kann ist jemanden von seiner Phobie zu heilen!
Damit soll die Vollnarkose nicht verdammt werden, sondern sie sollte nur mit Bedacht und unter strengster Indikationsstellung gewählt werden.

Die Zahnbehandlungsphobie ist eine anerkannte psychische Erkrankung und kann in ausgeprägten Fällen auch als solche durch einen Psychotherapeuten behandelt werden.

Manchmal kann durch eine enge Zusammenarbeit von Zahnarzt und Psychotherapeuten eine Verbesserung des Zustandes (Behandlungsfähigkeit) und auch die Ausheilung erreicht werden.

Wie können nun also Patient und Zahnarzt trotz aller Schwierigkeiten ein Team werden?

  • Reden Sie offen mit uns über Ihr Problem, damit sich Ihr Zahnarzt und das Praxisteam auf Ihre Situation einstellen können. Es gibt viele Patienten die hochängstlich sind und Sie brauchen sich nicht zu schämen!
  • Lassen Sie sich vor der Behandlung genau aufklären und besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt für welche Behandlungsschritte Sie sich schon bereit fühlen.
  • Wir nehmen uns Zeit für Sie! Unser Team ist im Umgang mit Phobiepatienten geübt und wird Sie freundlich durch die Behandlung führen.
  • Bringen Sie evt. eine Begleitperson mit, die Ihr Vertrauen besitzt und Sie unterstützt.
  • Verdeutlichen Sie sich die Notwendigkeit einer Behandlung und setzen Sie sich Ziele.
  • Wir bieten Ihnen schmerzarme bis schmerzfreie Behandlungen mit Hilfe des Lasers, der berührungslos und ohne das bekannte Bohrgeräusch arbeitet.
  • Sollten Sie starke Schmerzen haben, wenden Sie sich möglichst zügig an einen Zahnarzt Ihres Vertrauens. Es kann ihnen in jedem Fall auch mit sanften Methoden ( u.a. mit dem Laser )geholfen werden.
  • Bei vorher festgelegtem Behandlungsplan wissen Sie was auf Sie zukommt und haben die Möglichkeit sich darauf einzustellen.

Ein Beispiel für den 1. Termin bei uns:

Nachdem Sie unseren Anamnese-Bogen mit einigen Fragen beantwortet haben, werden Sie in eines unserer Behandlungszimmer geführt, wo Sie sich erst einmal setzen und  sich mit Ihrem Zahnarzt vertraut machen können. D.h. Sie berichten über den Grund Ihres Besuches, Ihre Erwartungen und Wünsche. Der Arzt wird Sie dann über verschiedene Möglichkeiten der Behandlung  aufklären, z.B. den Einsatz des Lasers erklären.

Dann folgt die Untersuchung der Mundhöhle, mit Spiegeln und stumpfen Instrumenten (evt. dem Diagnodent, einem berührungsfreien Diagnose-Laser) und es werden vielleicht Röntgenbilder gemacht.

Ganz wichtig: Sie sollten sich nie ausgeliefert fühlen! Sie haben jederzeit die Möglichkeit die Behandlung zu unterbrechen und Einfluss auf den weiteren Verlauf zu nehmen.

Abschließend wird Ihr Zahnarzt Ihnen die notwendigen Behandlungen erklären und Ihre Fragen beantworten. Danach können Sie zusammen weitere Termine und deren Ablauf planen.

 

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Lachgassedierung / Lachgassystem

Als Analgosedierung wird die medikamentöse Schmerzausschaltung (Analgesie) bei gleichzeitiger Beruhigung (Sedierung) bezeichnet. Im Unterschied zur Narkose reagiert der Patient bei einer Lachgassedierung auf äußere Reize und atmet selbstständig. Dadurch kann er jederzeit mit dem Zahnarzt kooperieren. Nach der Behandlung mit Lachgas ist der Patient wieder bei vollem Bewusstsein und kann eigenständig die Praxis verlassen.

 

Der Einsatz von Lachgassedierungen bietet Zahnärzten ganz neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Patienten verlieren ihre Angst, fühlen sich nach der Lachgassedierung gut und begegnen zukünftigen Behandlungen mit wesentlich weniger Angst.

Die Lachgassedierung wird vor allem bei Kindern und Erwachsenen angewendet, die Angst vor dem Zahnarzt haben. Sie ist besonders empfehlenswert bei schmerzempfindlichen Patienten und bei geistig bzw. körperlich beeinträchtigten Menschen.

Bei einer Beruhigung mit einer Lachgassedierung benötigen wir keinen Anästhesisten und keine Anästhesie-Schwester. Der Zahnarzt sollte immer ein Pulsoximeter verwenden um Puls und Blutsauerstoffsättigung zu beobachten.

Die Lachgassedierung dient zur Beruhigung von Angstpatienten. Sie ist besonders empfehlenswert bei Kindern, aber auch bei Menschen mit Angst vor Spritzen, Bohrern und den Geräuschen beim Zahnarzt.

Beim Sedieren des Patienten mit Lachgas wird niemals eine Vollnarkose eingeleitet. Der Patient bleibt bei der Behandlung jederzeit ansprechbar und kann mit dem behandelnden Zahnarzt problemlos kommunizieren.

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